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Während meiner aktiven Zeit bei der Freilichtbühne Coesfeld, habe ich unter anderem auch den Betrieb im Kassenhäuschen erlebt.

Nachdem die Eintrittskarten aufwendig vor der Vorstellung von Hand beschriftet und nach Vorbestellungen sortiert werden mussten, wurde der erste Computer mit einem Kartenprogramm angeschafft. Damit entfiel zwar endlich die zeitraubende Vorbereitung der Eintrittskarten, aber die Warteschlange vor dem Kassenhaus wurde wesentlich länger, da jetzt nur noch an einem von vier Kassenhausfenstern die Eintrittskarten ausgedruckt und verkauft werden konnten. Auch die Aufgabenverteilung: Erstes Fenster Karten drucken, zweites Fenster kassieren brachte nur wenig Entlastung.

Es drängte sich die Frage auf:
Warum kann man nicht über ein Computerprogramm Eintrittskarten an mehreren Verkaufsstellen ausdrucken und verkaufen?

Es dauerte noch eine ganze Weile, bis ich mich daran machte einen ersten Prototyp für ein solches Programm zu erstellen. Der erste ernsthafte Versuch war dann eine Microsoft Access 97 Datenbank, mit der man den Zuschauerraum auf einem Formular abbilden konnte. Waren mehrere Computer im Einsatz, wurde ein in Bearbeitung befindlicher Platz in den anderen Programminstanzen nach ca. 30 Sekunden als solcher gekennzeichnet. (Ich habe einen normalen Timer verwendet um den Platzstatus alle 30-60 Sekunden zu aktualisieren. Schneller ging es aus Performancegründen nicht!) Vermeintlicher Vorteil dieser Access-Lösung war, dass ich keinen teuren Compiler für die Programmierung brauchte. Denn das Programm sollte ja möglichst wenig kosten. Nachdem aber weitere Probleme (z.B. mit doppelt aufgerufenen Ereignisprozeduren) hinzu kamen, habe ich diesen Versuch schnell abgebrochen.

Der zweite Ansatz war dann ein in C++ geschriebenes Programm, das heute den Namen TicketNet trägt. Dafür musste zwar ein 1200 Euro teurer Compiler (Borland C++ Builder) angeschafft werden, aber dafür waren viele (programm-)technische Probleme einfacher zu lösen oder gar nicht mehr vorhanden. Da der Anwender aber nicht wie in Access direkten Zugriff auf die Formulare (Bestuhlung) hat, musste auch einiges mehr programmiert werden...

Ende 2002 war dann nach ca. 3-jähriger Entwicklungszeit das Programm reif für den ersten Einsatz. Glücklicherweise fanden sich schnell mehrere Freilichtbühnen, die das Programm in der Sommersaison 2003 einsetzten und intensiv nutzten.

Nachdem die Kinderkrankheiten mit der Zeit gefunden und beseitigt wurden, ist jetzt die Zeit die für neue Funktionen gekommen...